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Aus der Geschichte

 

 

Geschichtliches

Auf dieser Seite möchten wir Euch nun einen kleinen Einblick

über die Geschichte von Fretterode geben.

 

Im Jahr 1089 wird Fretterode das erste mal urkundlich erwähnt. Als eine

adlige Dame namens Lucia das Dorf Frithewarderoth (das heutige Fretterode),

dem Kloster Hilmarshausen bei Minden in Westfalen, bei Ihrem Eintritt

in dieses, geschenkt hat.

In einer Urkunde vom Jahr 1138, ausgestellt vom Erzbischof Adelbert von

Mainz, wird ein Weidegut Fredewarderode Aufgeführt, wobei es sich auch

um unser Dorf handelt.

Der Ursprung des Ortsnamen geht wohl auf den Mann zurück der zuerst hier

gerodet und gesiedelt hat, so könnte man den Namen so übersetzen:

Fredewarderode - der, der den Frieden wahrt.

Das -rode bedeutet das der Ort aus einer Waldrodung entstanden ist.

In den folgenden Jahren (1253 bis ca. 1537) wechselt das Dorf mehr-

fach seine Besitzer, infolge von Adelskämpfen.

Ab dem Jahr 1537 war es im Besitz derer „von Hanstein“, die es aber im

Laufe der Jahre öfter teilweise verkauften oder verpachteten. Im Jahre

1660 richteten sich Die „Hansteiner“ das erste mal einen Herrensitz hier ein.

1542 traten diese dem evangelischen Glauben bei. Da nicht alle Einwohner

sich unter Druck dem Protestantismus angeschlossen hatten, lies der

Erzbischof von Mainz auf dem Steinbühl eine Katholische Kirche errichten,

seit dieser Zeit gibt es in unserem Dorf 2 Kirchen.

Im Jahr 1718 errichteten „die Hansteiner“ dann Ihr erstes Herrenhaus hier

im Ort. Am Eingang zum Herrenhaus stand die sogenannte „Zehntenscheune“,

wohin die Bauern ihre Abgaben, den „Zehnten“ (zehnten Teil von allem was

sie erwirtschaftet hatten), bringen mussten.

Nachdem im Jahre 1848 diese Regelung abgeschafft wurde, erhielt der Lehrer

der evangelischen Schule sie zur Nutzung.

Um das Jahr 1691 wurde auch neben der katholischen Kirche eine Schule

errichtet, trotzt der Proteste derer „von Hanstein“.

1802 ging die Gemeinde zum Besitz des Königreiches Preußen über, womit

die jahrhundertlange Herrschaft des Erzbischofs von Mainz endete. Nur

die Eigentumsverhältnisse blieben weiterhin beim Adel, somit waren die

Bauern weiterhin im Lehensverhältnis.

Im Jahre 1806 während der sogenannten „Franzosenzeit“ gehörte das

Dorf zum Königreich Westfalen unter Jerome, dem Bruder Napolens, der

seinen Sitz in Kassel hatte. Daraufhin folgten weitere Jahre in denen der

Ort unter den Adligen hin und her geschachert wurde, und die Einwohner

deren Willkür ausgesetzt war.

Nach der bürgerlichen Revolution, im Jahre 1848, wurde die Leibeigenschaft

aufgehoben und in Fretterode gab es endlich freie Bauern. In diesem

Jahr zählte das Dorf 420 Einwohner, dies war die höchste Einwohnerzahl

in der Geschichte unseres Ortes.

1857 wurde die erste Straße gebaut, sie verlief von Gerbershausen bis

zur „Klauspforte“, der Bau dieser Straße dauerte 2 Jahre.

In den darauffolgenden Jahren wanderten 72 Bewohner nach Amerika aus,

da es bei uns und in der Umgebung nicht genügend Verdienstmöglichkeiten gab.

Um 1900 war die soziale Struktur des Dorfes ähnlich der des gesamten

Eichsfeldes. In dieser Zeit arbeiteten viele dann außerhalb, wie in den

Ziegeleien und Zuckerfabriken, wie zum Beispiel in Kassel.

Im Jahr 1909 entstand der erste Betrieb im Ort, die Bremer Firma

Klevenhusen erbaute eine Zigarrenfabrik, in der dann 40 Arbeiterinnen und

Arbeiter beschäftigt waren.

1923 wurde unser Dorf an das elektrische Stromnetz angeschlossen, womit die

alten  Petroleumleuchten der Vergangenheit angehörten.

2 Jahre später dann ( 1925) bekam  der Ort durch den Bau eines Wasserwerkes

auch eine Ringleitung an die alle Haushalte angeschlossen wurden, somit hatten

die Brunnen mit ihren Handpumpen ausgedient, und der Fortschritt hielt Einzug

in Fretterode. Eine letzte Pumpe steht heute noch als Erinnerungsstück

am Erbsborn, und jeder der durch unseren Ort fährt hat sie eventuell schon

gesehen.

Um das Jahr 1930 entwickelte sich eine Dorfgenossenschaft, welche 1939 den

ersten Traktor erwarb.

In diesen Jahren wurde, wie überall, auch bei uns die Einheitsschule eingeführt

und alle Kinder gingen fortan in die katholische Schule am Steinbühl.

Das alte Herrenhaus wurde seit der Zeit als Landjahrlager für Mädchen genutzt.

Die Kriegszeiten gingen auch an uns nicht vorüber, so sind 18 Männer und 1 Frau

aus Fretterode dem sinnlosen Krieg zum Opfer gefallen, sowie mehrere

schwerst Verwundete mit bleibenden Schäden. Am 7. April 1945 ging mit der

Besetzung, durch amerikanische Truppen, der Krieg zu ende. Nach Abzug

der Amerikaner wurde unser Dorf, durch Abmachungen der Siegermächte,

im Tausch gegen Orte in Hessen aus wirtschaftlichen Gründen, an die

sowjetischen Militärs abgegeben.

Und somit ging es an den Wiederaufbau unter sozialistischer Führung, so

wird 1953 die LPG „ Vorwärts“ gegründet, die aus 7 landwirtschaftlichen

Betrieben (Bauernhöfen) und 10 Mitgliedern bestand.

Von 1976 an entschlossen sich wieder viele junge Leute hier im Dorf wohnen

zu bleiben und zu bauen, was von staatlicher Seite gefördert wurde. Zum

Glück für Fretterode, da die Einwohner zahlen immer mehr rückläufig waren.

Was auf das Sperrgebiet, in dem wir lagen, zurück zu führen ist. Damals galt

unser Dorf als Schrumpfgemeinde, doch seit dieser Zeit hat es sich zu einem

schmucken und sauberen Dorf entwickelt, seit 1989 wurden:

-      die Ortsdurchfahrt grundhaft saniert und ausgebaut

-       ein neues Feuerwehrhaus errichtet

-       der Dorfplatz sowie der Friedhof umgestaltet und erneuert

-       der historische Anger instand gesetzt

-       die Energie- und Wasserleitungssysteme grundhaft saniert bzw. erneuert.

 

Welches wir nicht zuletzt dem Engagement von Uwe Wedekind zu verdanken haben,

durch seinen Einsatz als Bürgermeister wurden viele Dinge ermöglicht.

 

 

 

Bürgermeister im Lauf der Geschichte: 

 

 

 

 

Ernst Ständer

Wilhelm Rühling

Gustav Rühling

Karl Kohlstedt

Karl Rühling

Gisela Hesse

Heinrich Bode

Rudolf Frei

Uwe Wedekind

Barbara Wedekind   

 

 

Lehrer die hier im Dorf unterrichtet haben:

 

 

 

 

Herr Spangenberg

Herr Strecker

Herr Schindler und Tochter

Frl. Schröder

Herr  Gottfried Frei  

                                 

 

 

 

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